Überquerung des Anninger (Mödling)

Heute früh war es soweit. Ohne es speziell geplant zu haben, fühlte sich dieser Sonntag nach einer ordentlichen Wanderung an. Noch im Bett überlegte ich mir kurz mehrere Varianten, dann war es klar: keine Autofahrt, einfach zu Fuß von zu Hause los und auf den Anninger, den 675m hohen Hausberg von Mödling. Dazu wollte ich eine für mich neue Route ausprobieren.

Um 7:45 Uhr ging es los. Ein kleiner Rucksack für eine Regenjacke, Geld und Schlüssel – da ich wusste, dass es für die Hunde unterwegs mehrere Brunnen geben würde, brauchte ich kein Wasser mitzunehmen – die GoPro in den Hosensack, das war´s. Die Anfangstemperatur betrug 15° bei bewölktem Himmel.

Unser Weg führte uns über den Kalenderberg, vorbei an der Burg Liechtenstein, zum Föhrenhof und von dort in die Hinterbrühl. Hier begann der Aufstieg durch das Kiental, wobei wir bald den Forstweg verließen und auf einen steil bergan verlaufenden Hohlweg einbogen. Bis dorthin war uns noch niemand begegnet, dafür gaben uns die zahlreichen Singvögel ein wunderschönes Konzert, ich hatte das Gefühl, es würde nur für uns veranstaltet 

Der Weg zweigte mehrmals, nicht immer deutlich markiert, sodass wir uns auf halbem Weg nach oben plötzlich in einer riesigen Kiesgrube wiederfanden, die Gott sei Dank – wie ich anhand eines im Nachhinein ausfindig gemachten Schildes erkannte – am Sonntag nicht in Betrieb war. Durchs Gestrüpp bahnten wir uns einen Weg, quasi der Nase nach, und gelangten nach einiger Zeit wieder auf den originalen Hohlweg. Dieser forderte uns, bzw. mir, doch Einiges ab, da er schnurgerade und sehr steil durch den Wald bis zum höchsten Punkt, dem Anningerhaus führte. Dort standen doch tatsächlich schon mehrere E-Mountainbikes

Nun gab es erstmal Wasser, und nach kurzem Verschnaufen nahmen wir den Weg auf die andere Seite des Anninger hinunter in Richtung Gumpoldskirchen. Das war insgesamt der wohl schönste Abschnitt unserer Tour, wohl auch, weil jetzt die Sonne der Wolken Herr wurde und immer stärker durch den Frühlingswald blinzelte. Vogelgesang, blühende Bärlauchfelder, die ersten freundlichen Wanderer auf dem Weg nach oben, entspannte Hunde, die Sonne im Gesicht, was kann es Schöneres geben?

Wir erreichten den Beethoven Wanderweg und bogen nach links Richtung Richardshof ein, um von dort über die Breite Föhre und den Föhrenhof wieder zurück, an Burg Liechtenstein vorbei, nach Hause zu gelangen.

Insgesamt waren wir 21,1 km unterwegs und die Uhr zeigte 11:55, als wir daheim ankamen, gerade richtig, um uns ein ebenso verdientes wie leckeres Frühstück zu gönnen 

Hier das kurze Video über unsere Wanderung:

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.